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Zahlungslogos im Shop nach den Regeln von Visa bis Klarna

Welche Zahlungslogos Sie zeigen und wie. Die Markenregeln von Visa, Mastercard, PayPal, Apple Pay und Klarna sowie § 312j BGB für Shopify-Händler.

Aktualisiert am

Zahlungslogos zeigen Kunden, wie sie bezahlen können. Das Gesetz verlangt diese Angabe, die Markeninhaber regeln ihre Form. Diese Seite fasst beides für Shopify-Händler zusammen. Sie informiert und ersetzt keine Rechtsberatung.

Was das Gesetz verlangt

  • Zahlungsmittel nennen: Wer online an Verbraucher verkauft, gibt spätestens bei Beginn des Bestellvorgangs klar und deutlich an, welche Zahlungsmittel er akzeptiert (§ 312j Abs. 1 BGB). Logos sind eine Form dieser Angabe. Ein Logo für eine Zahlungsart, die Ihr Checkout nicht anbietet, macht die Angabe falsch.
  • Keine Entgelte für gängige Zahlungsmittel: Eine Vereinbarung über ein Entgelt für SEPA-Lastschrift oder SEPA-Überweisung ist unwirksam. Für Zahlungskarten gilt das bei Verbrauchern, soweit die Verordnung (EU) 2015/751 über Interbankenentgelte anwendbar ist (§ 270a BGB). Für andere Zahlungsmittel ist ein Entgelt unwirksam, wenn es keine gängige und zumutbare kostenlose Zahlungsmöglichkeit gibt oder es die Kosten des Händlers übersteigt (§ 312a Abs. 4 BGB).
  • Raten mit Zahlen: Wer gegenüber Verbrauchern für einen Verbraucherdarlehensvertrag mit Zinssätzen oder anderen Kostenzahlen wirbt, muss weitere Angaben machen, unter anderem den effektiven Jahreszins, mit einem Beispiel (§ 17 Abs. 2 bis 4 PAngV). Das betrifft Badges mit Monatsrate oder Zinssatz. Ein Logo allein nennt keine Zahlen.

Was alle Marken gemeinsam verlangen

Die Regelwerke unterscheiden sich im Detail. Drei Punkte kehren wieder:

  1. Originalgrafik: Verwenden Sie die Datei des Markeninhabers und verändern Sie sie nicht. Keine eigenen Farben, keine Effekte, keine Verzerrung.
  2. Freiraum: Lassen Sie um jedes Logo Platz ohne Text und Grafik.
  3. Gleichwertige Darstellung: Mastercard, PayPal und Apple verlangen, dass ihre Marke nicht kleiner oder schlechter platziert erscheint als andere Zahlungsarten.

Visa

Quelle sind die Ecommerce Brand Standards von Visa (September 2025):

  • Online-Händler, die Visa akzeptieren, müssen die Visa Brand Mark auf ihrer Website und in ihren Apps zeigen, in vollflächigem Visa-Blau.
  • Für Zahlungsbildschirme in Apps gilt zusätzlich: nur die von Visa bereitgestellte Grafik, gleiche Prominenz neben den Marken anderer Kartensysteme und keine Darstellung, die Kunden zu einer bestimmten Karte lenkt.
  • Im Text schreibt Visa den Namen mit großem V und sonst klein: Visa, nicht VISA.

Mastercard

Quelle ist das Mastercard Brand Center (Branding Requirements):

  • Akzeptanz auf Websites und in Apps zeigt das Mastercard Symbol, die Kreise ohne Schriftzug. Es erscheint nur in Vollfarbe, nie in Graustufen oder anderen Farben. Die graue oder einfarbige Brand Mark ist nur erlaubt, wenn Vollfarbe nicht möglich ist.
  • Die Grafik kommt aus dem Brand Center und wird nicht verändert.
  • Der Freiraum beträgt mindestens ein Viertel der Breite eines Kreises. Der Kontrast zum Hintergrund muss ausreichen.
  • Wo Mastercard akzeptiert wird und Zahlungsarten erscheinen, steht auch das Mastercard-Zeichen. Größe, Häufigkeit, Farbbehandlung und Position entsprechen den anderen Akzeptanzzeichen, Mastercard vorzugsweise an erster Stelle. Ausgenommen sind nur die USA und ihre Territorien, für die eine eigene Regel gilt.
  • Im Text: großes M, kleines c, kein Leerzeichen, also Mastercard.

PayPal

Quelle sind die PayPal-Nutzungsbedingungen für Deutschland (letzte Aktualisierung 7. September 2026):

  • Händler behandeln PayPal auf Augenhöhe mit anderen Zahlungsquellen, mindestens bei Logoplatzierung, Position im Shop, Zahlungsablauf, Konditionen und Gebühren.
  • Für PayPal dürfen Händler keine Aufschläge, Servicegebühren oder höheren Versandkosten berechnen.
  • Von PayPal bereitgestellte HTML-Logos dürfen nicht verändert werden. Sie dürfen nicht den Eindruck erwecken, PayPal unterstütze oder billige den Shop.

Apple Pay

Quellen sind die Human Interface Guidelines und die Apple Pay Marketing Guidelines von Apple:

  • Die Apple Pay Mark dient nur dazu, zu zeigen, dass Sie Apple Pay akzeptieren. Sie ist kein Bezahlknopf.
  • Verwenden Sie nur die Grafik von Apple. Ändern dürfen Sie allein die Höhe, und die ist gleich oder größer als die der anderen Zahlungsmarken im Bezahlablauf.
  • Der Freiraum beträgt mindestens ein Zehntel der Höhe. Die Mark teilt keinen Rahmen mit einer anderen Grafik oder einem Button.
  • Keine Schatten, Leuchteffekte oder Spiegelungen. Nicht drehen, spiegeln oder animieren. Kein Markensymbol und keinen Text ergänzen.
  • Zeigen andere Zahlungsarten ein Logo, steht auch Apple Pay als Grafik und nicht nur als Text.
  • Im Text: „Apple Pay“, zwei Wörter mit großem A und P, nicht übersetzt.

Klarna

Quelle sind die Brand guidelines in der Dokumentation von Klarna:

  • Das Badge, Klarnas Hauptmarke, gibt es nur in Klarna-Pink.
  • Der Freiraum entspricht mindestens der Höhe des Schriftzugs. Für jedes Format gelten eigene Mindestgrößen.
  • Den Schriftzug gibt es in Pink nur auf Schwarz, in Schwarz nur auf hellem und in Weiß nur auf dunklem Grund.
  • Farben nicht ändern, keine Effekte oder Schatten, nicht strecken, stauchen, drehen oder umranden.
  • Für die Checkout-Seite stellt Klarna die Logos über seine Schnittstellen bereit. Die Sammlung in der Dokumentation ist für den Fall gedacht, dass das nicht möglich ist.

Zahlungslogos in Shopify ohne App

Themes können die Zahlungsarten über das Liquid-Objekt shop.enabled_payment_types ausgeben. Die Liste richtet sich nach den aktivierten Zahlungsanbietern Ihres Shops sowie nach Region und Währung des Kunden. Prüfen Sie, ob Ihr Theme in der Fußzeile eine Einstellung für Zahlungssymbole hat.

Laden Sie eigene Bilder hoch, gilt:

  • Nehmen Sie die Dateien aus den Portalen der Markeninhaber.
  • Zeigen Sie nur Zahlungsarten, die Ihr Checkout anbietet, auch je Land und Währung.
  • Geben Sie allen Logos dieselbe Höhe und denselben Abstand.
  • Färben Sie Logos nicht passend zum Theme um.

So geht es mit YeahBadges

  • Bibliothek: YeahBadges enthält 894 Zahlungslogos. Sie stammen aus Shopifys Bibliothek, nicht aus den Portalen der Markeninhaber. Sie bleiben unverändert und nehmen keine Stile, Farben, Masken oder Animationen an.
  • Nur angebotene Zahlungsarten: Mit der Option „Only methods my store accepts“ zeigt ein Badge nur die Logos der Zahlungsarten, die Ihr Shop laut Shopify anbietet. Der Editor nennt Logos im Badge, die Ihr Shop nicht führt.

Größe, Reihenfolge und Abstände der Logos legen Sie im Badge selbst fest. Die App-Oberfläche ist auf Englisch.

Trust-Badges für Ihren Shop. Gestalten. Platzieren. Prüfen.

Gestalten und platzieren Sie Trust-Badges, Symbole und Zahlungslogos in Ihrem Shopify-Shop. Fehlt ein Badge, hilft die Shop-Prüfung. App-Oberfläche und App-Beispiele sind auf Englisch.

Quellen

  1. § 312j BGB, Pflichten im elektronischen Geschäftsverkehr (gesetze-im-internet.de)
  2. § 270a BGB, Vereinbarungen über Entgelte für Zahlungsmittel (gesetze-im-internet.de)
  3. § 312a BGB, Allgemeine Pflichten und Grundsätze bei Verbraucherverträgen (gesetze-im-internet.de)
  4. § 17 PAngV, Werbung für Verbraucherdarlehen (gesetze-im-internet.de)
  5. Visa, Ecommerce Brand Standards (September 2025) (corporate.visa.com)
  6. Mastercard Brand Center, Mastercard Branding Requirements (mastercard.com)
  7. PayPal, Nutzungsbedingungen für Deutschland (letzte Aktualisierung 07.09.2026) (paypal.com)
  8. Apple, Human Interface Guidelines zu Apple Pay (developer.apple.com)
  9. Apple, Apple Pay Marketing Guidelines (developer.apple.com)
  10. Klarna, Brand guidelines (docs.klarna.com)
  11. Shopify, Liquid-Objekt shop mit enabled_payment_types (shopify.dev)